Oft gestellte Fragen

Qualitätsprüfsiegel

1. Darf mein Unternehmen nach der Zertifizierung nur noch zertifizierte Produkte ein- und verkaufen?
Wenn Ihr Unternehmen zertifiziert ist, können Sie weiterhin nicht-zertifizierte Produkte ein- und verkaufen. Selbstverständlich können Sie sich auch dafür entscheiden, ausschließlich zertifizierte Produkte ein- und zu verkaufen.

2. Darf PEFC-Material als FSC-zertifiziert verkauft werden?
Dies ist möglich, aber nur, wenn das PEFC Material mit FSC-Material gemischt wird und das PEFC-Material eine Reihe von Anforderungen erfüllt. Als Erstes muss das PEFC Material die fünf Anforderungen des Controlled Wood (CW) Standards von FSC erfüllen. Um dies zu beweisen, muss eine Risikobeurteilung vorgenommen werden. Als Zweites sollte das PEFC Material in einem sogenannten Kurssystem oder Kreditsystem integriert werden. Diese Systeme werden in der Regel nur von Unternehmen der Anfangsphase der Kette (Chain of Custody) wie z.B. Papierfabriken, größere Sägereien, usw. verwendet. Hierbei wird das Volumen des FSC- und PEFC-Materials für ein Produkt oder einen längeren Zeitraum berechnet. Als Letztes kann man, wenn man mit einem Preissystem arbeitet, welches dem Standard CW entspricht, maximal 30% des Materials zumischen, um somit doch noch das FSC Siegel nutzen zu können.

3. Darf FSC-Material als PEFC-zertifiziert verkauft werden?
Dies ist möglich, aber nur, wenn das FSC-Material mit PEFC Material gemischt wird. Das PEFC-Material sollte in einem so genannten Kurssystem integriert werden. Dieses System wird in der Regel nur von Unternehmen der Anfangsphase der Kette (Chain of Custody), wie zum Beispiel Papierfabriken, Sägewerken, etc. eingesetzt. Hierbei wird das Volumen des FSC- und PEFC-Materials für ein Produkt oder einen längeren Zeitraum berechnet. Man kann maximal 30% FSC-Material beimischen, um das PEFC Siegel doch noch nutzen zu können.

4. Darf Recyclingmaterial als PEFC-zertifiziert verkauft werden?
Ja, das dürfen Sie. Wenn Sie beweisen können, dass das gesamte Material recycelt ist, darf es als PEFC-zertifiziert verkauft werden.


5. Darf Recyclingmaterial als FSC-zertifiziert verkauft werden?
Ja, aber nur, wenn Ihr Unternehmen vorab eine Ausweitung des Anwendungsbereichs des Zertifikats erhalten hat. Mit dieser Erweiterung können Sie nachweisen, dass das Material tatsächlich recycelt ist und daher als FSC-zertifiziert verkauft werden darf.

6. Erfüllt mein Unternehmen nach der FSC- oder PEFC-Zertifizierung die EUTR (European Union Timber Regulation)?
Die EUTR ist am 3. März 2013 in Kraft getreten. Seit diesem Zeitpunkt müssen Importeure und Händler in der EU nachweisen, dass die Holz-(faser) Produkte, die verkauft werden, von legalem Ursprung sind. Um dies zu beweisen, muss Ihr Unternehmen in der Lage sein, um Firmenunterlagen in Bezug auf die Herkunft der Waren bei der zuständigen Behörde (Niederländische Ernährungs- und Verbraucherbehörde) zu präsentieren. Wir haben hierzu eine Online-Risikoanalyse erstellt, die Ihnen bei der Anwendung der Gesetzgebung hilft. Eine FSC- oder PEFC-Zertifizierung hilft Ihnen zwar ein Stück weiter, wird von der EU jedoch nicht als Ersatz der EUTR gesehen. Bitte lesen Sie auf unserer Website mehr über die EUTR.

7. Wird PEFC durch die Regierung als nachhaltig anerkannt?
Ja, PEFC wurde von der Regierung zur Niederländischen nachhaltigen Beschaffungspolitik gerechnet. Alle Holz- und Holzfaserprodukte, die von einem System abstammen, welches unter das Dach der PEFC fällt, können für Regierungsprojekte eingesetzt werden. Die Regierung strebt seit 2010 danach, um 100% nachhaltig einzukaufen. Um sicher davon zu sein, was von der Regierung als nachhaltig bezeichnet wird, hat sie einen Ausschuss gegründet, um bereits vorhandene Siegel auf Niederländischen Nachhaltigkeitskriterien zu beurteilen: Timber Procurement Assessment Committee (TPAC). Der Ausschuss hat PEFC International auf die nationalen Standards von Finnland, Schweden, Deutschland, Belgien und Österreich überprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass Holz mit dem PEFC-Prüfsiegel einer nachhaltigen Beschaffungspolitik der niederländischen Regierung entspricht; mit Ausnahme von MTCS worüber viele politische Diskussion geführt wurden. Seit dem 2. Juni 2014 ist MTCS ebenso zugelassen, da die Politik entschieden hat, dass sieben der neun Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden müssen, um der Niederländischen nachhaltigen Beschaffungspolitik zugelassen zu werden; dies kann im Amtsblatt vom    2. Juni 2014 nachgelesen werden. Der Staatssekretär hat diese Entscheidung unter der Bedingung, dass MTCS nach 2 Jahren alle 9 Nachhaltigkeitskriterien von TPAC erfüllt, getroffen. Weitere Informationen über TPAC finden Sie auf www.tpac.smk.nl.

8. Was muss ich für die Nutzung des MSC-Siegels bezahlen?
Wenn Sie MSC-zertifizierte Produkte direkt an den Verbraucher verkaufen und Sie weniger als $ 200.000 MSC-zertifizierten Fisch erwerben, dann müssen Sie für die Nutzung des MSC-Logos nur 250 USD pro Jahr bezahlen. Dies ist ein feststehender Betrag und es werden keine sogenannten "Volumenlizenzgebühren" berechnet. Wenn Sie mehr MSC-zertifizierten Fisch kaufen oder an Unternehmen verkaufen, gelten andere Reglungen. Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

Zertifizierung

1. Wie schnell kann mein Unternehmen zertifiziert werden?
Die Zertifizierung Ihres Unternehmens kann schnell geregelt werden. Wenn Sie sich dem Gruppenzertifikat anschließen, besuchen wir Ihr Unternehmen für Schulungen innerhalb von 4 Wochen; wenn es terminlich passt, ist dies in der Regel auch schneller möglich. Normalerweise können Sie innerhalb weniger Tage nach unserem Besuch zertifiziert sein.

Bei einem Beratungsprozess gelten für unseren ersten Besuch die gleichen Fristen. Die Termine für den zweiten und eventuellen weiteren Besuch vereinbaren wir gemeinsam. Die Zertifizierungsstelle, die sie letztendlich prüft, ist in der Regel weniger flexibel. Sie empfehlen daher auch, um vorab einen allgemeinen Termin für die erste Vorabprüfung festzulegen.

2. Erhält mein Unternehmen bei Gruppenzertifizierung eine eigene Zertifikatsnummer?
Ja, Ihr Unternehmen erhält eine Zertifikatsnummer, welche aus zwei Teilen besteht. Der erste Teil ist die allgemeine Gruppenzertifikatsnummer und der zweite Teil in ein Buchstabencode, der exklusiv für Ihr Unternehmen ist.

3. Welche Unternehmen müssen ein Zertifikat haben?
Alle Unternehmen, die rechtmäßiger Eigentümer eines zertifizierten Produktes sind, müssen ein Zertifikat haben, um dieses Produkt als zertifiziert verkaufen zu dürfen. Dies gilt für alle Unternehmen der Lieferkette; vom zertifizierten Ursprung bis zum Endverbraucher.

EUTR

1. Für welche Erzeugnisse gilt die EUTR?
Die EUTR gilt für Holz und Holzprodukte, die im Anhang der Verordnung aufgeführt sind. Die EUTR gilt nicht für Recyclingprodukte, wovon der (recycelte) Grundstoff seinen Lebenszyklus bereits geleistet hat und sonst als Abfall (post-consumer recycled) entfernt werden würde. Um genau zu bestimmen, ob Ihre Produkte unter die EUTR fallen, können Sie unter www.timberregulation.eu unsere kostenlose Analyse durchführen.

2. Seit wann ist die EUTR in Kraft getreten?
Die EUTR ist am 3. März 2013 in Kraft getreten. Seit diesem Zeitpunkt müssen alle Unternehmen, die zum ersten Mal innerhalb der EU Holz und Holzerzeugnisse auf den Markt bringen oder damit handeln, die Regeln der Verordnung erfüllen.

3. Was ist der Unterschiede zwischen der EUTR und FSC/PEFC?
Die EUTR kennt nur Kriterien, die mit Legalität zu tun haben. Die Qualitätssiegel FSC und PEFC kennen zusätzlich auch Kriterien, die mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit und Gesellschaftlich Verantwortlichen Unternehmen (CSR) zu tun haben. Hierbei spielen auch ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. EUTR ist kein Ersatz für FSC oder PEFC, sondern nur ein Anfang für eine verantwortete und nachhaltige Waldbewirtschaftung.

4. Wie hoch sind die Strafgelder die bei Schändung der EUTR verhängt werden?
Die EUTR fällt vorläufig unter Gesetzgebung für Flora- und Fauna. Ein Verstoß gegen das Flora- und Fauna Gesetz wird von der Behörde als wirtschaftliches Vergehen angesehen. Erst werden die Waren beschlagnahmt. Danach folgt eine maximale Geldstrafe von 72.000 Euro oder zwei Jahre Haft/Sozialarbeit. Für Händler sind noch keine Sanktionen erlassen, diese werden im neuen Naturschutzgesetz von 2013/2014 aufgenommen.

5. Welche Unternehmen haben mit der EUTR zu tun?
Alle Unternehmen, die Holz oder Holzerzeugnisse erstmals in der EU in den Verkehr bringen, werden Marktteilnehmer genannt. Diese Unternehmen müssen durch eine Sorgfaltspflichtregelung nachweisen, dass diese Produkte nicht von illegaler Rodung abstammen. Die Unternehmen, die danach mit Holz oder Holzerzeugnissen in der EU handeln, werden Händler genannt. Diese Unternehmen müssen ein Rückverfolgungssystem (Chain of Custody) verwenden.